Wimbledon 2018, Angelique Kerber weiter auf dem Erfolgspfad ?

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Schwarzwaldmarie
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Angelique Kerber soll jetzt erst einmal ihren Urlaub genießen, den hat sie sich auch verdient. Müssen muß sie jetzt gar nichts mehr und einen Wimbledon Titel würde ich auch nicht gegen 3 oder 4 Premier Mandatory Titel tauschen wollen, obwohl dass mehr Punkte und vielleicht auch mehr Preisgeld bringt. Da kann man gerne auch bei Karolina Pliskova, Alexander Zverev und bis vor einem Jahr auch bei Simona Halep oder Caroline Wozniacki nachfragen. Man kann es auch anders sehen. Von ihren 12 WTA Titel hat Angelique Kerber 3 Grand Slams gewonnen (Quote von 25%) von den letzten 5 Turniersiegen waren sogar 3 Majors (Quote 60 %). Eine sehr effiziente Quote.

Ich könnte es auch nachvollziehen, wenn sie sich in Zukunft sogar noch mehr auf die "großen Turniere" konzentrieren würde und dazwischen längere Regenerationsphasen einlegt. Federer, Nadal, aber auch die Williams Sisters sind nicht die schlechtesten Vorbilder.

Angie86
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Angie86 schrieb:

Riecht nach Blamage.Shok

 

Wenn ich an diesen Post zurückdenke, dann muss ich echt lachen, haha!!!Lol

Angie86
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Schwarzwaldmarie schrieb:

Angelique Kerber soll jetzt erst einmal ihren Urlaub genießen, den hat sie sich auch verdient. Müssen muß sie jetzt gar nichts mehr und einen Wimbledon Titel würde ich auch nicht gegen 3 oder 4 Premier Mandatory Titel tauschen wollen, obwohl dass mehr Punkte und vielleicht auch mehr Preisgeld bringt. Da kann man gerne auch bei Karolina Pliskova, Alexander Zverev und bis vor einem Jahr auch bei Simona Halep oder Caroline Wozniacki nachfragen. Man kann es auch anders sehen. Von ihren 12 WTA Titel hat Angelique Kerber 3 Grand Slams gewonnen (Quote von 25%) von den letzten 5 Turniersiegen waren sogar 3 Majors (Quote 60 %). Eine sehr effiziente Quote.

Ich könnte es auch nachvollziehen, wenn sie sich in Zukunft sogar noch mehr auf die "großen Turniere" konzentrieren würde und dazwischen längere Regenerationsphasen einlegt. Federer, Nadal, aber auch die Williams Sisters sind nicht die schlechtesten Vorbilder.

Würde ich so unterschreiben wollen, Angie soll jetzt erstmal genießen und dann wird man in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren sehen, wie der weitere Karriereplan aussehen wird.

Ich bin da jetzt aber so brutal tiefenentspannt nach dem Wimbledon-Titel, Angie wird schon die richtigen Entscheidungen treffen.

Jonas
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Schwarzwaldmarie schrieb:

Angelique Kerber soll jetzt erst einmal ihren Urlaub genießen, den hat sie sich auch verdient. Müssen muß sie jetzt gar nichts mehr und einen Wimbledon Titel würde ich auch nicht gegen 3 oder 4 Premier Mandatory Titel tauschen wollen, obwohl dass mehr Punkte und vielleicht auch mehr Preisgeld bringt. Da kann man gerne auch bei Karolina Pliskova, Alexander Zverev und bis vor einem Jahr auch bei Simona Halep oder Caroline Wozniacki nachfragen. Man kann es auch anders sehen. Von ihren 12 WTA Titel hat Angelique Kerber 3 Grand Slams gewonnen (Quote von 25%) von den letzten 5 Turniersiegen waren sogar 3 Majors (Quote 60 %). Eine sehr effiziente Quote.

Ich könnte es auch nachvollziehen, wenn sie sich in Zukunft sogar noch mehr auf die "großen Turniere" konzentrieren würde und dazwischen längere Regenerationsphasen einlegt. Federer, Nadal, aber auch die Williams Sisters sind nicht die schlechtesten Vorbilder.

Wenn man ihren Grand Slam Erfolge mit den anderen Turnieren vergleicht, ist es schon auffällig, dass sie dort schlechter abschneidet. Sie hat halt 0 PM oder P5 Turniere, was ich schon als Markel sehe. Natürlich würde jeder einen Grand Slam bevorzugen, das war aber nicht der Kern meiner Aussage. Sie hat insgesamt wenig Titel für eine 3-fache Grand-Slam Siegerin, ähnlich wie Muguruza.

Angie86
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Jonas schrieb:

Schwarzwaldmarie schrieb:

Angelique Kerber soll jetzt erst einmal ihren Urlaub genießen, den hat sie sich auch verdient. Müssen muß sie jetzt gar nichts mehr und einen Wimbledon Titel würde ich auch nicht gegen 3 oder 4 Premier Mandatory Titel tauschen wollen, obwohl dass mehr Punkte und vielleicht auch mehr Preisgeld bringt. Da kann man gerne auch bei Karolina Pliskova, Alexander Zverev und bis vor einem Jahr auch bei Simona Halep oder Caroline Wozniacki nachfragen. Man kann es auch anders sehen. Von ihren 12 WTA Titel hat Angelique Kerber 3 Grand Slams gewonnen (Quote von 25%) von den letzten 5 Turniersiegen waren sogar 3 Majors (Quote 60 %). Eine sehr effiziente Quote.

Ich könnte es auch nachvollziehen, wenn sie sich in Zukunft sogar noch mehr auf die "großen Turniere" konzentrieren würde und dazwischen längere Regenerationsphasen einlegt. Federer, Nadal, aber auch die Williams Sisters sind nicht die schlechtesten Vorbilder.

Wenn man ihren Grand Slam Erfolge mit den anderen Turnieren vergleicht, ist es schon auffällig, dass sie dort schlechter abschneidet. Sie hat halt 0 PM oder P5 Turniere, was ich schon als Markel sehe. Natürlich würde jeder einen Grand Slam bevorzugen, das war aber nicht der Kern meiner Aussage. Sie insgesamt wenig Titel für eine 3-fache Grand-Slam Siegerin, ähnlich wie Muguruza.

Keinen Mensch interessiert es aber, vor allem nicht nach der Karriere, wenn man über Angelique Kerber spricht, ob sie mal Dubai, Montreal oder Wuhan gewonnen hat.

Der Kern deiner Aussage ist aber natürlich richtig, da darf Angie auch gerne noch den ein oder anderen Titel draufpacken, mich würde das nicht stören.Biggrin

Jonas
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Für mich sind Grand Slams halt nicht alles.

tenniskarte
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Ich komme da gar nicht mehr hinterher. Schwarzwaldmarie mit 25-60 Prozent und die einfache Antwort von Jonas darauf. Sagen wir mal so: Angie spielt doch keine Dorfturniere wie P5, sondern schnappt sich gleich die Grand Slams Biggrin

Das war scherzhaft gemeint. Ich finde nur die Beträge hier so lustig. Aber das zeigt mal wieder, Tennis ist nicht out, sondern in. Ganz gleich ob die Medien nun darüber berichten, und wenn sie es tun - wie lange, bzw. hängt ganz sicher auch von den Erfolgen ab.

kaktus25
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Angie hat heute vormittag der ARD ein Interview gegeben und da bin ich etwas stutzig geworden. Es hörte sich latent danach an, dass sie nunmehr alles erreicht hat. Vielleicht spielt sie ja nur noch die US Open, die WTA Finals und die AO 2019 und tritt dann als No. 1 zurück? Furchtbarer Gedanke, aber mit dann 31 vielleicht auch eine Überlegung wert, denn ehrlich gesagt kann ich mir vorstellen, dass sie auf eine neue Sandplatzsaison doch nicht so scharf ist. Mit 430 Pkt aus den FO hat sie doch schon ziemlich das Optimum rausgeholt. Und irgendwann wird sie auch das Nach-Tennis-Leben angehen wollen.

Glaube gerade, das hab`ich nur geträumt, hoffentlich!

Angie86
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Kann ich mir jetzt zwar nicht vorstellen, aber lieber so und am oder auf einem Höhepunkt die Karriere beenden, als irgendwann im erhöhten Alter noch um die goldene Ananas zu spielen und keine Chance mehr zu haben, aber wie schon mal gesagt, Angie ist clever, die regelt das schon, wenn es dann irgendwann mal soweit sein sollte.

tenniskarte
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Ich kann mir das auch nicht vorstellen, aber stell du dir mal vor, wenn du auf einmal (wegen eines Erfolges) interviewt wirst? Wirst du dich dann verstellen und hast du immer die passenden Antworten bereit, die, die Fans hören möchten?

Ich finds häßlich, wenn sich Menschen so verstellen können. Von daher....? Die Antwort bitte selber ergänzen.

Tobias
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PM und P5 Turniersiege schön und gut, aber selbst wenn sie davon keine gewinnt, wertet das ihre Karriere als Tennisspielerin nicht ab.

Da gewinnt sie ihren 3. GS-Titel und es wird gemosert, dass sie "nur" 12 Titel (auf allen bespielten Belägen) und nicht in allen Kategorien gewonnen hat. Manchmal möchte man nur noch den Kopf schütteln...

Achja edit.: sollte sie, nachdem sie ihren Traum vom Wimbledon-Sieg hat wahr werden lassen, nun zurücktreten, wäre das ein harter Schlag ins Kontor des deutschen Tennis. Man würde DAS Zugpferd der letzten Jahre verlieren, Turniersiege würden (außer Görges füllt die Lücke zum Teil) zur Seltenheit werden, es würde missverstanden und ihr übel genommen werden, zwar zu Unrecht, aber manche schreiben immer schneller als sie denken.

Ich könnte es nachvollziehen, wenn sie mit 30 Jahren nach diesem Erfolg Schluss machen würde. Sie hat mehr erreicht als die meisten ihr jemals zugetraut haben, man soll lieber aufhören wenn es am schönsten ist, es gibt auch noch ein Leben nach der Karriere, Leistungssportler fangen meist erst hinterher an "normal" zu leben und es bleibt mir nur übrig ihr, egal welche Entscheidung sie trifft, das Beste zu wünschen und mich für das erreichte zu bedanken!

tenniskarte
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Jup Tobias, du hast es jetzt etwas direkter formuliert als ich mir jemals erlauben würde. Wink

Jonas
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Tobias schrieb:

PM und P5 Turniersiege schön und gut, aber selbst wenn sie davon keine gewinnt, wertet das ihre Karriere als Tennisspielerin nicht ab.

Da gewinnt sie ihren 3. GS-Titel und es wird gemosert, dass sie "nur" 12 Titel (auf allen bespielten Belägen) und nicht in allen Kategorien gewonnen hat. Manchmal möchte man nur noch den Kopf schütteln...

Dann bräuchte man ja nur noch zu den Grand Slams antreten. Ihre Karriere wird von niemanden abgewertet, aber es ist schon ein Markel, meiner Meinung nach. Diese Turniere sind neben den Grand Slams und den Tour Finals die bedeutensten. Und du kannst nicht von der Hand weisen, dass 12 Titel wenig sind. Azarenka/Kvitova haben "nur" 2 Slams, aber eine Menge anderer Titel. Ihre guten Leistungen sparrt sie sich häufig für die Grand Slams auf, was ich grundsätzlich gut finde, aber dass dann kein anderer großer Titel herausgesprungen ist, gibt mir zu denken. Miami oder Indian Wells wir doch auch als 5. Grand Slam bezeichnet.
Den Versuch jedliche negative Äußerung, wobei ich meinen Kommentar nicht als unberechtigt oder besonders negativ einschätzen würde, durch Kerbers gestrigen Erfolg im Keim zu ersticken, wirst du wohl noch öfters bringen. Zum Thema Mosern: Du bist wohl hier der größte Moserer gegenüver anderen Kommentaren. Auf mich hast du dich wohl am meisten drauf eingeschossen.

tenniskarte
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Also ich will und kann auch nicht zwischen Euch Beiden vermitteln. Aber Tobias hat auch oft Kritik an KK46 geäußert. Es ist halt immer die schriftliche Form. Wenn wir uns alle gegenüber stehen würden, wäre das gesprochen Wort auch anders anhand der Mimik zu verstehen. Die Argumente liegen klar auf der Hand und jeder versteht dich auch irgendwie und falls nicht, müsste ich dann dagegen argumentieren mit Fakten, die ich grad nicht zur Hand habe. Ich glaube was Tobias meinte, war, dass es immer so einen negativen Beigeschmack hat. Nun hat Kerber mal wieder ein Grad Slam gewonnen und wenn man so manche Beiträge ließt (wie z.B, meine über Lischen in der Verganghenheit), erhält der Leser am anderen Ende der Leitung den Eindruck, alles schlecht reden zu wollen, obwohl das gar nicht beabsichtigt war.

Manchmal sind kurze positive Beiträge dann doch eher am Platz, als längere Diskussiionen, die ins Nirwana führen.

Ansi
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Mein kurzer positiver Beitrag zu tenniskartes letztem Kommentar: Good

Kurgan
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Angie hat sich das natürlich verdient. Neben diversen Zeitungsartikeln zur Überbrückung wird der geneigte Fan jetzt aber auf eine harte Probe gestellt. Angie greift für uns sichtbar erst wieder in 3 Wochen in Motreal zum Schläger. Mal schauen wie sie den Rummel um ihre Person diesmal verkraftet.

 

tenniskarte
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Mein armer kleiner Kampfpanzer.....wurde abgeschossen / trotz Angies (im F gesehen) Schmetterbälle abgeguckt. Und das auch noch morgens um 4h.

Tennisfan64
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Spiegel-online hat gemeldet, dass Kerber in einem BILD- Interview ihr Karriereende in weite Ferne geschoben hat. „Aufhören ist ganz weit weg. Das ist überhaupt kein Thema.“

 

Puhhhh, da hat sich mein Gefühl doch nicht bestätigt.  

 

Tennisfan64
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P5 und PM  sind in meinen Augen bei den Damen schwerer zu gewinnen als ein Grand Slam. 

Durch die Setzung Ist die Wahrscheinlichkeit höher, schon in den ersten Runden  auf sehr gute Spielerinnen zu treffen. Das ist für jemand wie Kerber, die etwas braucht in ein Turnier zu finden, schwerer. Außerdem hat man kaum freie Tage zwischen den einzelnen Matches. 

In den Medien und in der Wertigkeit rangieren die Grand Slams an erster Stelle. Für mich persönlich ist eine konstant gute bis sehr gute Leistung das A und O einer sehr guten Tennisspielerin. Kerber hat die meisten Matches in diesem Jahr ( mit dem Hopman-Cup) auf der Tour gewonnen. Bis auf 2017 war sie da seit Jahren immer ganz weit vorn. 

Ich denke, dass auch Kerber noch das ein oder andere P5/PM gewinnen wird. Ihre Entwicklung zeigt in diese Richtung. 

 

Khenubaal
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Also ich habe mich über Angies Sieg sehr gefreut. Große Klasse. Man muss vor dieser Frau den Hut ziehen, denn ganz sicher gibt es auf der Tour Spielerinnen, die von Geburt aus mehr Talent mit auf dem Weg bekommen haben (ich weiß gar nicht, ob das nicht z.B. auf Lisicki, Goerges und Petkovic alle zutrifft, um mal bei den Deutschen zu bleiben), aber niemand ist eben so akribisch und so darauf bedacht, hart zu arbeiten und sich zu verbessern, wie Angie - daher doppelt und dreifach verdient. Eine echte Inspiration für jeden.

Was mich aber auch stutzig macht, ein bisschen, wie Jonas, ist dass sie gleich nach dem Wimbledon-Sieg davon gesprochen hat, dass alles was jetzt noch kommen mag, nur noch Bonus ist. Eine ähnliche Aussage hatte sie ja schon nach den Australian Open getätigt ("Ich muss niemandem mehr etwas beweisen") - das klingt in solchen Situationen schon sehr stark nach Spannungsabfall und fehlender Gier. Die kann man Angie eigentlich um Gottes Willen nicht unterstellen, aber nach 2016 kam eben das Loch 2017 - ob es nicht doch auch am Spanungsabfall lag?

Ich finde es ein wenig schade, weil ich eben denke, dass z.B. Serena Williams, Rafael Nadal oder früher Steffi Graf nicht so getickt haben. Wenn die einen Grand Slam gewonnen haben, wähnten sie sich nicht am Gipfel, sondern hatten wohl den Gedanken "Und nächstes Jahr will ich diesen Titel verteidigen!". Nun kann man sagen, diese Spieler(innen) hatten mehr Talent mit auf den Weg bekommen und konnten sich berechtigtere Hoffnungen auf Wiederholungen dieser Triumphe machen, als Angie, die sich nun wirklich extrem hochkämpfen musste (und es daher auch mMn doppelt und dreifach mehr verdient hat!). Aber dieser Unterschied in den Mentalität bleibt und fällt z.B. mir eben auf.

Ich weiß, das ist Jammern auf hoem Niveau. Ich hoffe auch, dass ich da falsch liege und dass Angie noch viele Titel holen wird. So oder so muss ganz Tennisdeutschland ihr dankbar sein. Erste Grand-Slam-Siegerin seit den 90ern. Sie hat das deutsche Tennis de facto im Alleingang wachgeküsst. Chapeau!

PS: Vielleicht fällt mir das auch so sehr auf, weil dieses Motivationsproblem nach Titeln ein generelles Problem deutscher Sportler zu sein scheint. Spanien holt 3 Titel in Folge und Deutschland ruht sich nach 2014 auf der faulen Haut aus. Bayern München kann trotz bester Mannschaft den Erfolgt von 2013 nicht mehr wiederholen, weil die letzte Gier fehlt, während Real (mit ganz viel Glück, aber trotzdem) den Titel-Hattrick einfährt. Petkovic redet davon, dass sie keinen Sinn mehr darin sieht, was sie tut (dabei lebt sie den Traum von Millionen Menschen), etc...

Angie86
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Khenubaal schrieb:

Was mich aber auch stutzig macht, ein bisschen, wie Jonas, ist dass sie gleich nach dem Wimbledon-Sieg davon gesprochen hat, dass alles was jetzt noch kommen mag, nur noch Bonus ist. Eine ähnliche Aussage hatte sie ja schon nach den Australian Open getätigt ("Ich muss niemandem mehr etwas beweisen") - das klingt in solchen Situationen schon sehr stark nach Spannungsabfall und fehlender Gier. Die kann man Angie eigentlich um Gottes Willen nicht unterstellen, aber nach 2016 kam eben das Loch 2017 - ob es nicht doch auch am Spanungsabfall lag?

Ich würde fast behaupten, dass ich seit Samstag jedes Interview mit Angie gelesen oder gesehen habe, aber an das mit dem Bonus erinnere ich mich nicht, hab ich das etwa verdrängt oder vor lauter Freude gar nicht mitbekommen, hättest du da vielleicht eine Quelle für mich?

Yvetta
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Also zunächst einmal, ich habe mich super gefreut über den schönen und verdienten Sieg. Da hat irgendwie alles gepasst. Ich glaube nach wie vor, es liegt ihr einfach, nicht als Favoritin auf dem Platz zu stehen. Ich bin mal gespannt, was passiert, wenn sie noch höher rücken sollte auf der Weltrangliste. Aber ich hoffe, mit Fissette hat sie den Effekt "Hilfe, jetzt sind sie alle hinter mir" besser im Griff. Ich glaube, dass alle Spielerinnen irgendwelche Präferenzen haben. Bei Halep dachte ich auch, als sie 2013 hochkam, dass sie locker das Potential hat für die Nummer 1 und zwar nicht nur für zwei Wochen. Und dann hat es doch fast 5 Jahre gedauert. Will sagen, psychologische Faktoren scheinen eine sehr große Rolle zu spielen. Mir scheint, Kerber hat einen Zweifel, ob sie verdient hat, da zu stehen, wo sie steht. Hat sie natürlich. Vielleicht schafft ja jemand, sie davon zu überzeugen. 

Ich bin mir nicht so sicher, was ich von dem Talent-Thema halten soll. Ok, eine Lisicki ist wirklich ein Fall von miserabel genutztem Talent. Was taugt das schönste Talent, wenn man es nicht nutzt? Ich finde auch, Kerber hat ein paar nicht so gut sichtbare Fähigkeiten in herausragendem Maß: Antizipationsfähigkeit, sich auf Gegnerinnen einstellen, Zähigkeit. Und: Einsicht  und die Fähigkeit, an sich zu arbeiten. Sie hat sich einen anderen Trainer gesucht, wenn es nötig war, etwas zu verändern. Mir würden noch mehr Sachen einfallen. All diese Punkte sind vielleicht nicht so auffällig wie ein Super-Aufschlag. Aber der allein bringt einen auch nirgendwo hin.

 

StGraf
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Yvetta schrieb:
Was taugt das schönste Talent, wenn man es nicht nutzt?

Ich glaube, dass Lisicki schon viel Talent hat aber sehr viel verletzungsanfälliger als Kerber ist.

Jonas
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Kerber ist auch sehr fleißig, was ich ihr hoch anrechne. Lisickis Karriere ist vorbei, da brauchen wir uns keine Illusionen zu machen. Sie wird immer als die in Erinnerung bleiben, die als erste aus Deutschland seit Graf im Finale eines Grand Slams war. In Wimbledon hat sie wohl ihre besten Siege eingefahren.

admin
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Jonas schrieb:

Sie wird immer als die in Erinnerung bleiben, die als erste aus Deutschland seit Graf im Finale eines Grand Slams war.

Sorry, meine Erinnerung ist jetzt nicht die beste, aber man möge mir auf die Sprünge helfen. Huber hat kein Grand Slam-Finale nach Graf 1999 erreicht ?

Schwarzwaldmarie
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Anke Huber war 1996 einmal im Finale der Australian Open, danach hat Steffi Graf noch einmal 4 Grand Slam Titel gewonnen.

Jonas
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Huber hat auch ganz schnell nach Grafs Rücktritt ihre Karriere beendet. 

tom
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Mit 26, viel zu früh, wär noch was möglich gewesen Wink

Montreal und Cinci sind Vorbereitungsturniere für die Open, versteh auch nicht warum Jule noch zusätzlich New Haven draufpackt, kurz vor Torschluss Nea

Hätte Angie Malle und Eastbourne gewonnen, ob die Kraft mental, dann gegen Williams noch gereicht hätte, hypothetisch. So gings locker und endete nicht wie gegen Halep in Melbourne.

Wade, Mugu, Angie und auch Jenny Capriati räumen und räumten die großen Dinger souverän ab, an das wird erinnert bei diesen Namen. Weitere Titel hatten die auch nicht viele.

Glaub eine Davenport würde liebend gern 30 ihrer kleinen Titel, von über 50, für einen Wimbledon Sieg mehr eintauschen Yes 3

Jonas
Offline

Anke Huber war sicherlich eine gute Spielerin, doch an den TOP-Spielerinnen ihrer Generation hat sie sich die Zähen dran ausgebissen. Kein Sieg gegen Graf oder Seles. Später sind dann die Williams gekommen. Gegen deren Power war sie auch unterlegen. 

Capriati hat 2 Tier 1 Turniere. 

Schwarzwaldmarie
Offline

Bei Anke Huber waren es vor allem die Verletzungen, die sie zu so einem frühen Karriereende gezwungen haben. Lindsay Davenport hat zwar tatsächlich im Verhältnis zu ihrer Gesamtzahl an Turniersiegen relativ wenig Majors gewonnen, aber den Wimbledonsieg hat sie erreicht, indem sie im Finale Steffi Graf besiegen konnte. Aber es gibt ein paar Namen, denen das Championship-Dinner in London verwehrt blieb: die beiden Belgierinnen Henin und Clijsters und auch die 9 fache Majors-Siegerin Monica Seles blieben ohne Wimbledon-Triumph. Bei den Männern ist wohl Ivan Lendl der erfolgreichste Tennisspieler, dem allein der Wimbledonsieg verwehrt blieb, aber auch Mats Wilander, Jim Courier oder Guillermo Vilas wären zu nennen. Es gibt also ganz berühmte Tennisspieler/innen, denen Angelique Kerber allen etwas voraus hat.

Zum Thema Talent: Talent alleine auf die Geschwindigkeit der Aufschläge oder die Härte der Grundschläge einzugrenzen, deckt bei weitem nicht die gesamten Fähigkeiten ab, die man zu einem erfolgreichen Tennisspiel braucht. Deshalb ist Angelique Kerber auch eine der talentiertesten Tennisspielerinnen auf der Tour und lt. Wim Fissette waren ihre Möglichkeiten auch nach dem sehr erfolgreichen Jahr 2016 noch nicht ausgereizt.

Zum Thema: Sky sport news HD überträgt heute ab 13.00 Uhr die PK von Angelique Kerber in Stuttgart.

Die Bild-Zeitung ist ihrem Klischee treu geblieben und hat deshalb auch die typischen Fragen gestellt. "Was fehlt Ihnen noch zum großen Glück ? Vielleicht ein Traumprinz ? " oder "Sie haben polnische Wurzeln. Was ist polnisch und was deutsch an Ihnen ?"

Auf die Frage "Ihr Trainer sagte, er müsse jetzt schauen, ob Sie noch mehr wollen oder zufrieden sind." hat sie geantwortet "Ich will immer mehr, aber natürlich bin ich auch zufrieden......Jetzt kommt noch ein Grand Slam, das ist das nächste Ziel, kleine Turniere sind keine Priorität mehr, jetzt geht´s nur noch um die großen"   

                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                 Das ist auch verständlich, wenn man den größtmöglichen Sieg errungen hat und sich seinen Kindheitstraum erfüllt hat, kann man doch nicht sagen, man sei noch nicht zufrieden und dabei gleich an die nächsten Turnieraufgaben denken.

Zum Thema Spannungsabfall nach einem großen Sieg. Angelique Kerber hat zwar nach ihrem Gewinn der Australian Open eine kurze Schwächephase eingelegt. (French Open 2016) aber in Wimbledon, in Rio, bei den US Open und in Singapur hat man davon nichts mehr gesehen. Deshalb kann man auch nicht von einem andauernden Spannungsabfall reden. Dass das Jahr 2017 nicht so optimal gelaufen ist, wurde vermutlich ausgiebig analysiert und ist jetzt auch abgehakt. Aber auch zum Jahr 2017 sei gesagt, es ist zwar immer von Absturz oder Katastrophenjahr die Rede, aber nüchtern betrachtet, hat sie auch in diesem Jahr noch die Qualifikation für Zhuhai geschafft. Von solch einem Jahr träumen 95 % der Profispielerinnen.

Mit der Aussage "Grand Slam Turniere sind für Angelique Kerber leichter zu gewinnen als Premier Mandatory oder P5 Veranstaltungen"  kann ich überhaupt nichts anfangen. Die veränderten Bedingungen, keinen Ruhetag zwischen den Matches, sind für alle Spielerinnen gleich und die Motivation bei jeder Spielerin dürfte bei einem GS in der Regel wesentlich höher sein, als bei den sonstigen Turnieren. Auch die Williams Sisters werden sich vor allem auf die Majors konzentrieren, was man bei den Ergebnissen von Venus im Jahr 2017 auch schön ablesen konnte.

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