Das Jahr 2018 von Mona Barthel

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Schwarzwaldmarie
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Das Jahr 2018 von Mona Barthel

Bei Mona Barthel verlief die Saison 2018 wenig spektakulär. Es fehlten die Ausreißer nach oben, sie konnte aber über das ganze Jahre konstant punkten. In Taschkent und in Budapest erreichte sie das Halbfinale, in Lugano und in Nottingham, allesamt Turniere der Kategorie International, das Viertelfinale. Dazu kommt noch das Erreichen des Finales bei dem 140K Turnier in Chicago. Die Matchbilanz ist mit 30 zu 29 knapp positiv, in der Karriere kommt sie auf 355 zu 252. In 15 Wochen lag sie in diesem Jahr jenseits der Top 100 und so mußte sie in Wimbledon und auch in New York bei den Grand Slams in die Quali und konnte in Flushing Meadows nur aufgrund der Lucky Loser Reglung ihre Serie von 31 Grand Slam Hauptfeldteilnahmen aufrecht erhalten. Der einzige Sieg in der 1. Runde von Melbourne sorgte für eine 1:4 Bilanz bei den Majors, in der Karriere steht sie jetzt bei 20 zu 31.

Mit Platz 79 ist sie jetzt zum 7. mal am Jahresende unter den besten 100, allerdings ist das auch mit Ausnahme von 2016, als sie nur mit Platz 183 notiert war, die schlechteste Platzierung.der letzten 8 Jahre. Ihre beste Zeit hatte Mona Barthel eindeutig zwischen 2012 und 2015, als sie 4 mal in Folge unter den besten 50 war. Letztes Jahr konnte sie mit ihrem Turniersieg in Prag und Position 48 nochmals daran anknüpfen. In der Asse Statistik der WTA belegt sie mit 170 Assen aus 34 Matches gleichauf mit Serena Williams Platz 21. Angesichts der wenig gewerteten Matches ist dies eine ganz gut Quote. Allerdings verhalfen ihr diese Asse nicht zu einer allgemeinen Stärke beim Aufschlag. Knapp 57 % gewonnene Servicepunkte sind nicht herausragend.

Bei der Liste der Spielerinnen gegen die Mona Barthel in diesem Jahr gewinnen konnte, fehlen die ganz großen Namen. Svetlana Kuznetzsova konnte sie besiegen, allerdings ist die Russin, als ehemalige 2 malige Grand Slam Gewinnerin weit von ihrer Bestform entfernt.

Mit ihren 28 Jahren ist Mona Barthel die jüngste unter den besten 6 deutschen Tennisspielerinnen und kann ihre Karierre hoffentlich noch ein paar Jahre fortsetzen. Vielleicht kann sie sich ein Beispiel an Julia Görges und Angelique Kerber nehmen, die ihre beste Zeit auch jenseits des 28. Lebensjahres haben.