Auswirkungen des Coronavirus auf den internationalen Tennissport

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Schwarzwaldmarie
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Auch die tschechischen Freundinnen des Tennis steigen auf nationaler Ebene wieder ein und treffen sich Ende Mai in der Hauptstadt zum Kräftemessen und zur Standortbestimmung. Während Petra Kvitova schon ihre Zusage gab, steht die Teilnahme der Pliskova Twins noch nicht endgültig fest. Jetzt fehlt nur noch die Möglichkeit des grenzenlosen Reisens, ansonsten wäre der Tennissport unter Corona Bedingungen (ohne Zuschauer) wieder in vielen Ländern möglich. Die Hoffnung, dass in diesem Jahr auch wieder internationale Turniere möglich sind, sollte man noch nicht aufgeben.

https://www.tennis.de/news/zweimalige-wimbledon-siegerin-kvitova-schlaeg...

Nachwievor denke ich, dass man Tennismatches ohne Zuschauer gefahrloser ausrichten kann als Geisterspiele im Fußball.

BN27
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Schwarzwaldmarie schrieb:

...Nachwievor denke ich, dass man Tennismatches ohne Zuschauer gefahrloser ausrichten kann als Geisterspiele im Fußball.

 

Turnier-Livestreams aus leeren Stadien (z.B. in China oder Russland) siind ja auch seit vielen Jahren erprobt Dirol

Der kritische Punkt bleibt halt das erhöhte Infektions- und Verbreitungsrisiko durch das vogelwilde Vermischen von Menschen aus aller Herren Länder und den fehlenden Abstand beim Fliegen... 

JottEff
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Laut dieser Meldung gehen sämtliche tschechischen Spitzenspielerinnen an den Start, also auch die Pliskova-Twins. Da wird sogar die jeweilige Team-Zusammensetzung genannt.

JottEff
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Hardcore-Fan
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Wie langweilig muß das sein, jetzt schon seit Wochen immer wieder gegen die gleichen Spieler anzutreten (so wie beim 'Tennispoint'-Turnier)?

Ätzend...

Schwarzwaldmarie
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Der Re-Start verläuft nach meinem Geschmack viel zu schleppend. Während die Bundesligafußballer schon länger als 2 Wochen wieder ihrem Beruf nachgehen, tut sich im Tennis überraschend wenig und es sind immerhin noch knapp 2 Monate, bis der reguläre Turnierbetrieb auf WTA und ATP Ebene lt. Plan wieder aufgenommen werden kann. Gerade national könnte man kurzfristig noch ein paar Turnierformate installieren, um diese Zeit zu überbrücken, aber auch europaweit entwickelt sich die Pandemie in die Richtung, dass man zumindest einmal Planungen erstellen könnte, wie es ab dem 31.07.2020 wieder weitergeht. Dass mit Bedingungen wie vor der Corona Zeit, mit Zuschauern gefüllte Stadien, nicht zu rechnen ist, dürfte selbstverständlich sein, aber der Tennis-Sport an sich, gerade im Freien,  im Gegensatz zu mancher Mannschaftssportart, dürfte für ein Übertragungsgeschehen recht ungefährlich sein.

BN27
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Schwarzwaldmarie schrieb:

Der Re-Start verläuft nach meinem Geschmack viel zu schleppend. Während die Bundesligafußballer schon länger als 2 Wochen wieder ihrem Beruf nachgehen, tut sich im Tennis überraschend wenig und es sind immerhin noch knapp 2 Monate, bis der reguläre Turnierbetrieb auf WTA und ATP Ebene lt. Plan wieder aufgenommen werden kann. Gerade national könnte man kurzfristig noch ein paar Turnierformate installieren, um diese Zeit zu überbrücken, aber auch europaweit entwickelt sich die Pandemie in die Richtung, dass man zumindest einmal Planungen erstellen könnte, wie es ab dem 31.07.2020 wieder weitergeht. Dass mit Bedingungen wie vor der Corona Zeit, mit Zuschauern gefüllte Stadien, nicht zu rechnen ist, dürfte selbstverständlich sein, aber der Tennis-Sport an sich, gerade im Freien,  im Gegensatz zu mancher Mannschaftssportart, dürfte für ein Übertragungsgeschehen recht ungefährlich sein.

... Wir reden aber auf WTA oder ITF-Niveau über einen Profisport, wo Preisgelder und Organisationskosten (inkl.Fernseh bzw. Livestream-Übertragungen) in die Hunderttausende gehen. Zu deren Finanzierung fehlen potenziellen Veranstaltern solcher "Freundschaftsturniere" auf deutscher oder europäischer Ebene dann die internationalen Zugpferde, die Zuschauer und damit Sponsoren und TV-Gelder. Wenn ein Geschäft zu machen wäre, würde sich auch einer finden, der es macht...

Fußball hat nun mal eine absolute Sonderstellung. Mit den Millionen/Milliarden aus den TV-Verträgen ist das die einzige Sportart, die sich den Luxus von Geisterspielen leisten kann.

Abgesehen davon ist die Gefahr einer zweiten Welle - und damit ein massives Risiko für jede Turnierplanung - latent vorhanden.  Auch wenn manche das nicht wahrhaben wollen; zum einen flammt Covid19 in manchen Weltregionen wie Nord- und Südamerika, dank überzeugender politischer Führer wie Trump und Bolsonaro Dash 1 erst noch richtig auf. Und auch in Deutschland lehren uns Ereignisse wie zuletzt in Göttingen mit 200 Infizierten aus einer Familienfeier, dass es jederzeit wieder zu Rückschritten kommen kann.

Ich bin da gnaz bei Julia Görges und Laura Siegemund. In diesem Jahr sehe ich noch keine normalen Turniere mit voller internationaler Besetzung aus aller Welt.
Wenn, dann müssten alle SpielerInnen, ihr Staff, die Organisation, TV etc. alle gemeinsam auf eine abgeschirmte Insel, dort nach 3 Wochen wie die Fußballer über Tests Covid19-Freiheit nachweisen und dann aus einer Quarantäne-Situation heraus in ein Turnier - z.B. eine "Neuseeland Open", wo vorher alle auf irgendwelchen Pazifikinseln in Quarantäne waren.
Dumm nur, wenn die Fluggesellschaften das noch gar nicht bedienen....

 

Schwarzwaldmarie
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Aber bei den Fußballern geht es doch auch, da sind konkrete Pläne ausgearbeitet, wie es z.B. in der Champions League noch weitergehen könnte. Ein Tennisturnier im Freien ohne Zuschauer auszurichten dürfte weniger schwierig sein, als ein internationales Fußballturnier und der Tennistross könnte man auch ganz gut abschirmen,ein einziges Hotel, wenige Physios für mehrere Spielerinnen usw und beim Sport ist auch fast durchgehend der Mindestabstand gewährleistet, außer beim Doppel.

Was auch noch auffällt, die Männer sind schon wieder wesentlich aktiver, es werden mehr Veranstaltungen ausgerichtet, Novak Djokokov organisiert ein interessantes Turnier in seiner Heimat und selbst hier in Deutschland sieht man wieder die Benachteiligung der Frauen. Bei der nationalen Serie fangen die Männer eine ganze Woche früher an, es sind mehr Teilnehmer und in Höhr-Grenzhausen bekamen sie jetzt schon fast schon einen Monat die Möglichkeit, ihrem Beruf nachzugehen, bei den Frauen leider Fehlanzeige.

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