Die allgemeine Entwicklung des deutschen Frauentennis

108 Beiträge / 0 neu
Letzter Beitrag
Schwarzwaldmarie
Online
Die allgemeine Entwicklung des deutschen Frauentennis

Hier ist der Platz, wo man über den aktuellen Stand und die Perspektive des deutschen Frauentennis diskutieren kann. Wie weit ist der Nachwuchs ? Warum sind keine deutsche Juniorinnen mehr bei den Junioren Grand Slam Turnieren ? Was passiert, wenn die "goldene Generation" mit Kerber, Petkovic, Görges, Lisicki und Siegemund abtritt ? Welche Möglichkeiten gibt es, die Talsohle wieder zu verlassen ?  Ich hoffe auf eine lebhafte Diskussion

Jonas
Offline

Für mich gibt das deutsche Damentennis hinter Kerber ein erschreckendes Bild ab: 

Man kann es eigentlich nicht anders sagen, aber die Nachwuchsarbeit ist mangelhaft. Witthöft ist die einzig „junge“ Deutsche, die aktuell in den TOP 100 steht. Hinter den Karrieren von Beck und Friedsam stehen große Fragezeichen. Lotterie und Korpatsch waren noch nie in den TOP 100 und können sich nicht für Grand Slams qualifizieren. Lotterie ist seit 2017, aber besonders 2018 eine komplette Enttäuschung. Was dahinter kommt, verspricht keine Besserung, denn die hängen auf der ITF Tour fest und sind selten in der Lage, ein 15k zu gewinnen. Diese Spieler sind meistens auch schon Anfang/Mitte 20. Und bei den noch jüngeren sieht es noch schlechter aus. Für mich ist es bizarr, dass obwohl die Frauen im Nachwuchsbereich mit Porsche einen Förderer haben, trotzdem schlechter sind als die Männer.

Ich denke, dass man die jungen Spieler zu lange auf der ITF-Tour versauern lässt, Sanktionen wären vielleicht auch hilfreich.

tenniskarte
Offline

Das war der richtige Hinweis von Jochen, einen eigenen Thread oder die ganze Gesschichte über PN laufen zu lassen, wobei letzteres nicht ausgesprochen wurde, weil wir freundlich untereinander und miteinander umgehen.

Ich kann jetzt nur hoffen, dass User kk46 bald wieder auftaucht, denn ich bin es auch so langsam Leid immer nur "hat verloren" zu posten. Bei kk46 klingt das immer noch irgenwdie? Ich weiß nicht, negativer würde ich jetzt mal sagen.

Vorab gesagt: ich habe das jetzt nicht getan wegen der FO, neue (wenn auch nicht unbdingt im ersten Durchlauf) erfolgreiche deutsche Nachwuchsspielerinnen anzulegen.Aber frei nach: mhm, Hermann Hesse.? Die­ Praxis sollte das Ergebnis des Nachdenkens sein, nicht­ umgekehrt.

Das sagt uns was? Das wir grad keine Titelträgerinnen mehr haben, im ITF Bereich, was so geshen nicht schön ist. Von daher könnte ich schon noch die eine oder andere neu anlegen, wenn sie denn mal erfolgreich wären. Ich habe hier auch ein Beispiel mitgebracht von dieser Woche:

Türkei, Antalya. Tennis Organisation Cup (15K), vom 28. Mai bis 03. Juni 2018.
1. Runde Marie-Charlot Lonnemann gegen ihre Landsfrau Merle Herold. 6:1, 6:1 gewonnen.
2. Eunde gegen Anastasiya Poplavska (UKR). 6:3, 6:2 gewonnen / qualifiziert.
1. Runde Hauptfeld, Marie-Charlot Lonnemann (Q) gegen Arlinda Rushiti (SUI/8).
 
Das ist jetzt natürlich nicht so der Kracher Frau Lonnemann. Aber? Rein theoretisch hätte sie auch gewinnen können, in der 1. Runde im Hauptfeld. Da gibt es aber noch ganz viele andere Beispiele, die jetzt allerdings auch nicht so erwähnernswert sind - gegenwärtig. Ich ziehe mich dann mal wieder zurück Fool

 

Franky
Offline

Jetzt hat Rittner doch mal kurz den Bereich Junioren ganz allgemein angesprochen. Dass oft die, die da schon Erfolge feiern, bei den Erwachsenen dann auch auftrumpfen. Das Thema deutsche Mädchen hat sie aber natürlich wieder ausgelassen. Kein Nachhaken des anderen Kommentators. Naja, was will man auch erwarten, wenn bspw. Stach gestern über Tiriac meint: "Der ist Milliardär, hat 400 Autos, er hat alles richtig gemacht".

Reden ist Silber, Schweigen ist Gold. Und Anbiedern bei so manchem ES-Kommentator leider Trumpf.


Ob Sturm oder Schnee - Angie olé

BN27
Offline

Gönnt euch mal den Video-Postcast Aufschlag Becker auf Eurosport: https://bit.ly/2kMuruz Ich könnte vor allem Boris stundenlang zuhören Wink
Insgesamt fand ich es aber interessant, was sie u.a. über Strukturen aufbrechen im DTB und auch die Trainerausbildung gesagt haben. Ich kann es als Außenstehender nicht wirklich beurteilen, würde aber glauben dass es in Deutschland genügend Talente gibt, diese aber nicht den Weg bis in die zentralen (Förder-)Strukturen des DTB schaffen. Daran kann ein Verband bis zu einem gewissen Grad seinen Teil optimieren, aber das allgemeine deutsche Problem der Vereinbarkeit von Leistungssport und Schule/Studium/Ausbildung trifft Tennis m.E, ganz besonders, denn um in die Spitze zu kommen, muss man einfach sehr früh anfangen viel zu reisen (z.B. Grand-Slam Junior-Turniere) und das bedeutet eben, alles andere hinter Tennis zurückzustellen... 

kk46
Offline

Selbst wenn man jetzt etwas ändern würde, würden die Auswirkungen erst nach ca. 8 bis 10 Jahren zu sehen sein. Für mich steht es fest, dass man nach der Kerber-Ära in die tiefste Krise im deutschen Damentennis in seiner Profigeschichte hinein geraten wird. Zum Beispiel könnte es GS-Hauptfelder ohne deutsche Damenbeteiligung geben. Man muss es doch nur mal jetzt sehen, ohne Witthöft hätte man schon in Wimbledon keine direkte Hauptfeldteilnehmerin mehr unter 29 Jahren und Witthöft befindet sich aktuell im freien Fall nach unten.

Von den jüngeren Spielerinnen hinter Witthöft traue ich es aktuell nur Korpatsch zu, dass sie vielleicht mal in die Top 100 kommen wird und die wird nicht mal gefördert.

Jochen
Offline

Lieber Auswirkungen in 8-10 Jahren als gar nie. Aber die gilt es zu überbrücken.

Ich denke nicht, dass eine der Kerber-Generation mit 35 noch auf der Tour spielt. Da müssten dann andere in die Bresche springen.

Mit Korpatsch alleine schafft man das nicht. Man muss auf die Genesung von Friedsam und Beck (sofern die nochmal zurückkommt) hoffen und dass sich Witthöft wieder fängt. Hobgarski tritt momentan leider auch auf der Stelle. Gleiches gilt für Lottner.

Container
Offline

Friedsam ist die wohl die einzige, die das deutsche Frauentennis mittelfristig gut vertreten könnte. Doch sie scheint
extrem verletzungsanfällig und es ist sogar möglich, daß sie ein 2.Fall Pfizenmaier wird.. Das deutsche Frauenteam
ist durch die Verletzungen von Friedsam, Beck, Lisicki schon geschwächt. Auch Siegemund hat ihre Form vor ihrer
Verletzung noch nicht erreicht. Die Nachwuchshoffnungen Korpatsch und Lottner haben den Durchbruch noch nicht
geschafft. Ob es bei den beiden überhaupt unter die TOP 100 geht, ist auch nicht sicher. Witthöft steigt eher wieder ab 
und enttäuscht derzeit auf ganzer Linie. Aus der zweiten Reihe sehe ich derzeit keine, die echtes Potenzial hätte,
durchzustarten. Daher kann man davon ausgehen, daß in 3-4 Jahren das deutsche Frauentennis keine Spitzenspielerin
mehr präsentieren kann. Das öffentliche Interesse würde weiter schwinden.Der DTB muß sich wirklich Gedanken machen,
die Situation analysieren und entsprechende Schritte in die Wege leiten.  

Julie
Offline

kk46 schrieb:

Zum Beispiel könnte es GS-Hauptfelder ohne deutsche Damenbeteiligung geben.

Immer diese Schwarzmalerei. Ja, aktuell gibt es beim Nachwuchs kaum nennenswerte Erfolge. Aber erstens glaube ich nicht, dass sich Barthel und Witthöft dauerhaft aus den Top 100 verabschieden. Beide haben gezeigt, dass sie gewinnen können, Barthel hat seit 2012 recht regelmäßig Turniersiege bzw. Finalteilnahmen eingefahren.

Zweitens drängt sich beim deutschen Nachwuchs aktuell zwar niemand auf, aber viele Spielerinnen haben in der Vergangenheit bewiesen, dass man auch innerhalb von 1-2 Saisons in die Top 100 aufsteigen kann (Barthel, Beck, Friedsam, Pfizenmaier). Sicher wird die Zahl der Topspielerinnen abnehmen, wenn Kerber, Görges, Petko und Lisicki (wenn die nochmal ein Comeback schafft) aufhören, aber ich glaube nicht, dass wir in naher Zukunft GS-Hauptfelder ohne deutsche Damen haben werden.

kk46
Offline

Julie schrieb:

kk46 schrieb:

Zum Beispiel könnte es GS-Hauptfelder ohne deutsche Damenbeteiligung geben.

Immer diese Schwarzmalerei. Ja, aktuell gibt es beim Nachwuchs kaum nennenswerte Erfolge. Aber erstens glaube ich nicht, dass sich Barthel und Witthöft dauerhaft aus den Top 100 verabschieden. Beide haben gezeigt, dass sie gewinnen können, Barthel hat seit 2012 recht regelmäßig Turniersiege bzw. Finalteilnahmen eingefahren.

Zweitens drängt sich beim deutschen Nachwuchs aktuell zwar niemand auf, aber viele Spielerinnen haben in der Vergangenheit bewiesen, dass man auch innerhalb von 1-2 Saisons in die Top 100 aufsteigen kann (Barthel, Beck, Friedsam, Pfizenmaier). Sicher wird die Zahl der Topspielerinnen abnehmen, wenn Kerber, Görges, Petko und Lisicki (wenn die nochmal ein Comeback schafft) aufhören, aber ich glaube nicht, dass wir in naher Zukunft GS-Hauptfelder ohne deutsche Damen haben werden.

Barthel wird im nächsten Monat auch schon 28 und ist aktuell erstmal recht weit von den Top 100 entfernt. Sie wird sowohl in Wimbledon und sehr wahrscheinlich auch bei den US Open Quali spielen dürfen.

Beim Nachwuchs kommt noch das Problem hinzu, dass es auch quantitativ schlecht aussieht. Wo sind denn Spielerinnen der Jg. 99, 00 und 01 aus Deutschland bei ITF-Turnieren am Start? Das sind immerhin Spielerinnen, die in diesem Jahr 17 bis 19 Jahre alt werden, also auch nicht mehr extrem jung sind. Man hat praktisch in den Jg. 96 bis 01 keine einzige wirkliche potentielle Top 100 Spielerinnen und das sind immerhin 6 Jahrgänge.

Bei den Herren ist man auf jeden Fall um Klassen besser aufgestellt als bei den Damen.

Jochen
Offline

Hier mal eine "Expertenmeinung"

Rittner: "Wir hatten eine goldene Generation mit Kerber, Görges, Petkovic und Lisicki. Ich hoffe einfach, dass diese Generation den Nachkommenden noch etwas Zeit gibt. Angie und Jule zum Beispiel können noch drei, vier Jahre spielen, sie sind fit. Damit könnte die Lücke geschlossen werden. Wir haben dann noch Spielerinnen wie Carina Witthöft oder Antonia Lottner, die im Fed Cup in Minsk ihr Können hat aufblitzen lassen. Danach kommt allerdings eine kleine Lücke, der Jahrgang 2000/2001 ist sehr dünn besetzt. Die Kleinen, die jetzt so 15, 16 Jahre alt sind, haben indes ein gutes Potenzial. Auf diese setzen wir perspektivisch, das sind tolle Talente."

http://www.spox.com/de/tennisnet/turniere/teamwettbewerbe/fed-cup/1804/A...

Jonas
Offline

Die Lücke betrifft mehr oder weniger 5 Jahre. Wie kann das klein sein? Alle Spielerinnen, die im Porsche Talent Team sind, sind aus diesen Jahrgängen. Konsequenzen? Lottener hat ihr „Potenzial“ in einem Wettbewerb aufblitzen lassen, für den es keine Weltranglistenpunkte gibt. Zusätzlich war die Gegnerin, gegen die sie gewonnen hat, krank. Witthöft hat ein Turnier gewonnen, bei dem das Teilnehmerfeld schwach besetzt war, bzw. sie musste nicht gegen Kerber ran. Seit dann hat Witthöft auch nichts mehr auf die Beine stellen können. Über die Zukunft der angesprochenen 16-jährigen kann man nur philosophieren. Wenigstens sieht Rittner ein, dass die Zukunft alles andere als rosig aussieht. Ob Rittner wirkliches Potenzial erkennt, bezweifle ich.

Julie
Offline

kk46 schrieb:

Barthel wird im nächsten Monat auch schon 28 und ist aktuell erstmal recht weit von den Top 100 entfernt. Sie wird sowohl in Wimbledon und sehr wahrscheinlich auch bei den US Open Quali spielen dürfen.

Ja, aber auch von da kann man sich zurückkämpfen. Die Rede war außerdem von Hauptfeldern ohne deutsche Damen, nur weil Barthel jetzt in die Quali muss, heißt das noch lange nix. Und 28 ist noch lange nicht alt, da können noch locker 5 Saisons drin sein oder mehr. Aktuell sind 16 Spielerinnen in den Top 100 30 Jahre oder älter. Kerber und Görges waren zudem nie groß oder lange verletzt, ich denke, dass die beiden bis 33 oder länger spielen werden. Bei Petko wär ich mir da weniger sicher, vielleicht ist da schon nach dieser oder nächsten Schluss (was ich nicht hoffe).

Jonas
Offline

Die Qualifikation wird auch kein Durchmarsch.

tom
Offline

Warum den Kopf zerbrechen über Dinge, die in ferner Zukunft liegen. Das hat noch nie was gebracht. Aktuell is ok. GS HF Aussie, jez VF und mehr FO, Wimby Prognosen sehr gut. Jule seh ich da ganz vorn, falls sie die Transition hinkriegt.

All die Jungen stehen im Schatten von Angie und den Ältestenrat, das legt sich bei deren Pension. Räume werden frei, und da werden die Jungen sich dann austoben, um das Land für das sie spielen gut zu vertreten. Russen und Amis haben auch kein Patentrezept, wie einer erfolgreich wird. Das liegt in der Natur der Sache Good

Schwarzwaldmarie
Online

Wenn man in 5-10 Jahren noch Weltklassetennisspielerinnen hier in Deutschland haben möchte, wäre es nicht verkehrt, sich jetzt den Kopf darüber zu zerbrechen und die notwendigen Maßnahmen einzuleiten. Die Durststrecke im Nachwuchsbereich hat ja nicht erst angefangen, sondern dauert schon etwas länger. Noch können Kerber, Petkovic u.Co als Vorbilder dienen. Es wäre schade, wenn diese Webseite 2021 eingestellt wird, weil es kein Interresse mehr an Spielerinnen jenseits der Nr 150 der Weltragliste gibt.Ein warnendes Beispeil sollte die Entwicklung des schwedischen Männertennis in den letzten 5-10 Jahren sein.

tenniskarte
Offline

Alleine wenn ich die heutigen Posts von kk46 zu den ITF Turnieren lese. Da ist ja nun schon wieder zweimal Aufgabe dabei ! Genau so wie letzte Woche. Erstmal danke an kk46 für seinen Einsatz, aber? Also wenn nun alle krank sind, wieso treten die dann überhaupt noch an? Das wird doch wieder nichts diese Woche mit einem ITF Titel.

kk46
Offline

Wenn Witthöft so weitermacht, werden wir am Saisonende nicht mal mehr eine Spielerin in den Top 100 haben, die unter 30 Jahre alt ist. Eine absolut katastrophale Entwicklung.

Jonas
Offline

30 ist wohl das neue 20.

kk46
Offline

Eigentlich nicht, wenn man sich das durchschnittliche Top 100 Alter ansieht. Die Gefahr ist halt extrem groß, dass sobald Kerber aufhört, im deutschen Damentennis komplett das Licht ausgehen wird. Das war sowohl nach dem Rücktritt von Graf als auch nach dem von Huber schon etwas anders, auch wenn es dort natürlich dann auch jeweils abwärts ging.

Jonas
Offline

Nach Graf kann es wohl auch kaum aufwärtsgehen. Aber du hadt Recht, dass das Durchschnittsalter bei den Damen kleiner ist als bei den Männern.

Container
Offline

Die Entwicklung kann einem schon ein wenig Sorgen bereiten. Wenn Kerber und Görges in 3-4 Jahren aufhören,
wird es wohl eng noch eine deutsche Spielerin unter den TOP 50 präsentieren zu können. Weder Barthel, noch
Witthöft sind derzeit in der Lage diese Lücke zu schließen. Die Karrieren von Maria und Petkovic sind auch am
Auslaufen. Vom deutschen Nachwuchs tut sich keine hervor, die mittelfristig auf TOP 50 Niveau spielen könnte.
Also bleibt nur das Prinzip Hoffnung. Das deutsche Frauentennis wird spätestens nach den Rückritten von Kerber
und Görges sehr wahrschweinlich kleinere Brötchen backen müssen. 

Jonas
Offline

Es wird schwer sein, eine der aktuellen Nachwuchsspielerinnen unter die besten 100 zu platzieren.

Schwarzwaldmarie
Online

Es ist Dienstagabend und kk46 hat sein Pensum für die gesamte Woche schon fast geschafft. Von den vielen auf ITF Ebene gestarteten deutschen Tennisspielerinnen sind die meisten schon ausgeschieden. Auch der Heimvorteil in Essen hat nicht viel gebracht. Bei so vielen Teilnehmern in Essen ist es auch schade, dass es kein bzw so wenig deutsch-deutsche Duelle gibt.So käme in jedem Fall eine Spielerin weiter. Zum Glück haben bei den WTAs Lottner und Barthel die 1. Runde überstanden. Trotzdem bleibt das Programm für den Rest der Woche ziemlich überschaubar.

kk46
Offline

Man muss aber die beiden Siege von Hodzic (gerade 16 geworden) und Rüffer in Essen positiv erwähnen. Rüffer spielt bislang eine für ihre Verhältnisse sehr gute Saison 2018.

Schwarzwaldmarie
Online

Es ist immer schön, wenn unsere Chronisten auch zum Ende der Woche noch einiges zu tun haben und auch am Freitag bis Sonntag noch ein paar Ergebnisse von den ITF Turnieren gemeldet werden. So steht am Ende ein Turniersieg, eine Finalteilnahme und einige Semifinalteilnahmen. Vielleicht kann Tatjana Maria heute nachmittag mit einem WTA Turnierseig dieser Woche noch die Krone aufsetzen. Im Vergleich zu den letzten Wochen und Monaten ist diese Woche als erfolgreich zu bewerten und endlich mal wieder ein Heimsieg.

Jonas
Offline

Ich bin erstaunt, dass alle jetzt nach Kerbers überragendem Wimbledon-Sieg davon sprechen, dass jetzt eine Euphorie wie in den 80er- und 90er-Jahren erreicht werden könnte. Die Reporterin, die das Sieger-Interview führte, fragte, was dieser Sieg für eine große Beddutung hat. Barbara Rittner preist Tennis bereits und ihr Gegenüber fantsiert bereits darüber, wie bedeutend Vorbilder für junge SpielerInnen sind. Das ZDF zeigt einen Bericht über Beckers Wimbledon-Sieg '85, in dem Becker und Curren interviewt werden. Der Reporter im ZDF-Studio auch ganz euphorisiert.

Worauf ich hinaus will ist, dass Kerber 2016 bereits 2 Grand Slams gewonnen hat und Nummer 1 wurde und trotzdem keine nachhaltige Wirkung auf das Ansehn in der Öffentlichkeit hatte.
Die Übertragung im öffentlich-restlichen Fernsehn ist nicht existent und die Nachwuchsarbeit ein Fall für die Mülltonne. Das lässt micht nicht zu dem Schluss kommen lassen, dass sich jetzt was verändern wird.

tenniskarte
Offline

# Jonas / Ich wollte heute gar nichts mehr posten, aber da stimme ich dir in allen Punkten zu. War ja schon ein Wunder (für mich) das ZDF das Finale übertragen hat.

Jonas
Offline

Das ZDF kann Sky danken, dass die das erlaubt haben.

kk46
Offline

Insgesamt sehe ich da auch keine Euphorie. Kerber ist jetzt 30 und im Nachwuchsbereich sieht es halt so schlecht aus wie praktisch noch nie in der Geschichte des deutschen Damentennis der Open Era. Wer von diesem Titel natürlich profitieren wird, ist Kerber. Sie ist jetzt die einzige Spielerin neben S. Williams, die in den letzten 10 Jahren mindestens 3 GS-Titel gewonnen hat.

Container
Offline

Mit Kerbers Wimbledon Sieg hat dieses Mal Tennis den Fußball klar geschlagen. Doch Tennis steht in Deutschland nach
wie vor nicht mehr im Rampenlicht, so wie in den 80iger und 90iger Jahren. Allein schon die Übertragungssituation mit dem
PAY TV verhindert größeres Interesse. Und mit dem Damen Nachwuchs sieht es ja leider nicht so toll aus. Man kann eben
nur hoffen,  daß die eine oder andere junge Spielerin eben doch noch den Durchbruch schafft. Der DTB darf sich eben
nicht auf den Erfolgen der Oldies ausruhen. Gezielte Nachwuchsförderung und Talentsichtung ist das Maß aller Dinge. 

Seiten