Lisicki nimmt erste Hürde in Linz, Gerlach nicht


Sabine Lisicki

07.11.2020

Zwei deutsche Spielerinnen sind beim WTA-Turnier in Linz in der Qualifikation gestartet, nach dem ersten Tag ist zumindest eine noch im Rennen. Katharina Gerlach musste sich in ihrer Partie gegen Irina Bara in drei Sätzen geschlagen geben, nachdem sie den ersten Satz noch gewonnen hatte. Sabine Lisicki hingegen steht morgen in der zweiten Qualifikationsrunde. Sie konnte sich gegen die Niederländerin Bibiane Schoofs durchsetzen und trifft nun auf die Tschechin Tereza Martincova.

Für Irritationen sorgte am Samstag das offizielle Drawsheet der Qualifikation von Linz. Im am Freitag ursprünglich veröffentlichten Feld war Sabine Lisicki mit ihrem PR von 273 die letzte Spielerin, die es direkt in die Qualifikation geschafft hat. Die Britin Jodie Burrage, die auf Platz 274 stand, benötigte hingegen eine Wildcard, da sie den Cutoff um einen Platz verpasst hatte.

Am Samstag war das Drawsheet auf einmal geändert. Nicht mehr Sabine Lisicki war "last direct acceptance" mit 273, sondern Jodie Burrage mit Platz 274. Dafür erhielt nicht mehr die Britin die Wildcard, sondern die Deutsche. Hintergrund dabei ist: so spart sich Lisicki eines ihrer "protected rankings" und kann dadurch für ein weiteres Turnier melden. Normalerweise sind solche Änderungen nach Veröffentlichung des Draws nicht mehr möglich.

Dass so etwas ausgerechnet in Linz passiert, hat aus historischer Sicht zudem ein "G'schmäckle". Wer erinnert sich nicht mehr an die ominösen Umstände, unter denen man Angelique Kerber 2013 ermöglichte, in Linz teilzunehmen, um die notwendigen Punkte für die WTA Finals zu ergattern und Caroline Wozniacki den sicher geglaubten Platz zu entreißen ? Auch damals wurden die Regeln einfach so ausgelegt, wie es gerade passte. Die Krönung hierbei war, dass die dann an eins gesetzte Kerber nicht etwa wie üblich ganz oben im Tableau stand, sondern ganz unten auf den Platz der an zwei gesetzten Spielerin. Dass Kerber am Ende das Turnier gewann: geschenkt !