Kommentare von Tennis-Fan

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Marie, du bist ne Wucht. Was für Gedankenspiele.

 

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Eine falsche und fatale Entscheidung, die für Wimbledon getroffen wurde. Passend dazu ein Bericht aus der Süddeutschen, der zeigt, dass mit unterschiedlichem Maß gewertet wird.

www.sueddeutsche.de, 19.04.2022

Russische Funktionäre im IOC:

Putins Auslaufmodelle im Weltsport

Das IOC sperrt russische Athleten, aber nicht die russischen Funktionäre - weil diese laut Charta ja den Weltsport in Russland vertreten und nicht umgekehrt. Eine dreiste Argumentation.

Post aus dem Schweizer Sportministerium? Die hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) bisher im Fach Jubelbriefe und Grußbotschaften abgelegt. Aber jetzt ist es anders. Sportministerin Viola Amherd erläutert IOC-Chef Thomas Bach, es sei "unumgänglich", russische und belarussische Funktionäre aus den Führungsgremien der Sportverbände zu entfernen, angefangen natürlich im IOC selbst. Eingedenk der Vorgänge in der Ukraine, schreibt die Bundesrätin, reiche es "nicht mehr aus", nur die Athleten auszuschließen - auch die Apparatschiks müssen daran glauben. Im IOC betrifft das ein Quartett: Ex-Tennisspieler Schamil Tarpischtschew, 74, und Stabhochsprung-Weltrekordhalterin Jelena Issinbajewa, 39, sind aktive Mitglieder, Witali Smirnow, 87, und der Ex-Schwimmer Alexander Popow, 50, sind Ehrenmitglieder.

Auweia. Die Schweiz, steuergünstige Heimstätte für Dutzende Weltverbände und berüchtigt für ihren fürsorglichen Umgang mit den Sündenfällen in dieser korruptionsgesättigten Branche, sie gibt Bach eine harte Nuss zu knacken. Das zeigt schon sein untauglicher Versuch, dem Vorstoß auszuweichen. Denn das IOC schiebt die Olympische Charta vor, wie immer, wenn höchste Scheinheiligkeit geboten ist - nach dem Motto: Wir täten ja gern, wir können nur leider nicht!

Das IOC erzählt also, dass seine Mitglieder nur als Einzelpersonen gewählt und dann als Botschafter in den Sport ihrer jeweiligen Länder entsandt werden - und nicht etwa die Länder ihre Sportvertreter ins IOC schicken. Aha! Das hakt und klemmt aber an allen Ecken und Enden.

Erstens: Gerade weil das IOC ja seine (russischen) Mitglieder selbst wählt und entsendet, ist es völlig frei, diese zurückzuziehen - wer könnte die frommen Olympier daran hindern? Putin hat laut Charta ja gar nichts zu melden. Zweitens: Wenn die vier nur als Personen amtieren und kein Land im IOC vertreten - warum werden sie offiziell stets mit Flagge und der Erwähnung "Russland" geführt? Drittens: Die Flucht in die Charta ist dreist angesichts der Tatsache, dass das IOC vor Wochen ja gerade erst den Weltverbänden empfahl, russische Athleten nicht mehr starten zu lassen. Das ging flott - und locker an der Charta vorbei. Denn diese verurteilt ausdrücklich jede Form der Diskriminierung, auch aufgrund "nationaler Herkunft". Das Diktum wurde ob der (Kriegs-)Umstände bereits außer Kraft gesetzt: für die Athleten. Für Funktionäre gilt das offenbar nicht.

 

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Weder einen Boykott oder ein Ausschluss russischer oder weißrussischer Spieler halte ich für angebracht. Warum sollen sich Sportler über ein Metier, das nicht das ihrige ist, äußern. Sie persönlich sind doch an der Sache nicht Schuld und haben es auch nicht zu verantworten. Und jetzt wird von ihnen verlangt, dass sie sich distanzieren sollen. Da haben wir es im Westen natürlich gut, indem wir von anderen verlangen, Position zu beziehen, aber selbst brauchen wir die Folgen nicht zu tragen. Wieso hat man nicht mehr das Recht zu schweigen? Gilt die Unschuldsvermutung grundsätzlich nicht mehr? Es gibt doch genug Leute, wie auch wir gerade, und Politiker, die zu allem ihren Senf dazugeben. Manchmal wäre es besser, sie würden es nicht tun. Doch ich kann es nicht verhindern - siehe Meinungsfreiheit. Nichts zu sagen, ist auch eine Meinungsfreiheit und damit Privatsache. Es ist vielleicht manchmal schwer, mit Meinungen leben zu müssen, die völlig unlogisch und sogar falsch sind - aber das ist nun mal Demokratie. Wenn wir das Recht zum Schweigen unterbinden, was unterscheidet uns dann von dem Unrechtsstaat Putins?

 

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Hallo Hardcore-Fan,

es ist ja vollkommen in Ordnung, dass dein Herz für Eva Lys schlägt und es ist auch okay, dass du Nastasja Schunks Spiel nicht so sehr schätzt. Doch halte ich deine Kritik an ihr doch für etwas überzogen und ungerecht. Da gewinnt Nastasja gegen Inglis und was siehst du? Statt diesen Erfolg wertzuschätzen, betonst du die Schattenseiten ihres Spiels. Sieg gegen Avanesyan - eigentlich auch eine tolle Leistung. Dein Kommentar: du kritisierst ihre "Wildheit". Den Vogel schießt du aber ab mit deinem Kommentar über Nastjas Niederlage gegen Rybakina: "achtbar geschlagen - nicht mehr und nicht weniger". Rybakina habe leichte Fehler gemacht - gegen eine Gegnerin die 200 Plätze über Nastasja auf Position 19 der Welt angesetzt ist und die sie am Rande einer Niederlage gebracht hatte?! Da frage ich mich, was das soll. Die Ergebnisse der deutschen Mädels -insbesondere von Nastasja und von Eva- sind doch herausragend gewesen. Wer hätte denn das im Vorfeld erwarten können? Das lässt doch für die Zukunft hoffen. Dass noch nicht alles perfekt ist, wie auch deine in Teilen berechtigte Kritik andeutet, ist auch kein Manko, sondern sollte sogar weiter für die Zukunft hoffen lassen. Ich finde, mehr Demut wäre angebracht -weniger Hardcore, sondern mehr Fan. 

 

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Noch ist D nicht so weit, um auf Kerber verzichten zu können. Mag sein, dass man vielleicht aus einer zu großen Erwartungshaltung heraus von Kerbers Einsatz in Kasachstan enttäuscht ist, doch meinerseits finde ich es toll von ihr, dass sie sich jetzt nicht vom sinkenden Schiff davonmacht. Das zeigt Charakter. Zudem ist es sicherlich nicht schlecht, eine solch routinierte Spielerin zu haben, die die Jungen heranführen kann. Nicht Kerber, sondern andere stehen für mich zur Disposition.

 

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Also gegen Guth hat sie keinen Storm entflammt. Das war Not gegen Elend. Da reicht Tami eine solide Leistung. Nach meiner Meinung hat Tami das leichteste Los von den drei Verbleibenen. Aber bei Tami weiß man ja nie - sie besiegt sich ja gerne selbst. Doch die letzten Ergebnisse lassen ja hoffen, dass sie sich stabilisiert hat.

 

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Sie hatte zwischendurch eine schwere langwierige Verletzung, die sie mit Sicherheit wieder stark zurück geworfen hat und das wird jetzt noch einige Zeit brauchen bis sie wieder zur alten Stärke zurückfindet. Vielleicht ist sie dadurch noch etwas eingeschränkt. Es bleibt nur, Geduld zu bewahren, nichts zu erzwingen, bei Tamara Korpatsch und Tatjana Maria nach ihrer zweiten Babypause lief es auch über längere Strecken nicht so positiv und nun knüpfen sie fast wieder an ihre besten Zeiten an.

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Danke für die Info.

 

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Was ist nur mit Noma los? Verliert in der ersten Runde in Monastir (15er) 6:1, 6:2. Keine Frage, man kann schon mal auch die erste Runde eines 15er verlieren, aber diese Deutlichkeit ....Da geht anscheinend gar nichts mehr. Wer hätte das gedacht? Sah doch nach ihrer deutschen Meisterschaft 2020 wie der kommende Stern aus. Was ist da nur schief gelaufen?

 

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Doch, es sollte selbstverständlich sein, in Kassatkina nichts anderes als eine sportliche Konkurrentin zu sehen. Als was denn sonst? Man sollte vielleicht von außen nicht mehr hineininterpretieren, als wirklich ist. Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps.

 

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