Das Jahr 2018 von Andrea Petkovic

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Schwarzwaldmarie
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Das Jahr 2018 von Andrea Petkovic

Andrea Petkovic geht unter die Schriftsteller, spielt aber weiterhin noch Tennis.

Bei Andrea Petkovic gab es in diesem Jahr sehr viel Drama. Angefangen in Melbourne, als sie die Spielerin des 1 Halbjahres, Petra Kvitova, in einem hart umkämpften Match besiegen konnte. Bei den Grand Slams mußte man regelmäßig mit Andrea Petkovic mitleiden. Die Probleme mit ihrem Bewegungsapparat zogen sich durch das ganze Jahr und war einmal mit ihren Muskeln, Bändern usw. alles in Ordnung, wurde sie von einem fiesen Virus gestoppt. Dies berücksichtigend hatte sie eigentlich eine ganz gute Saison. Man ertappt sich häufiger bei dem Gedanke, was bei Andrea Petkovic möglich wäre, wenn sie nicht so häufig durch körperliche Beschwerden beeinträchtigt wäre.

Dass sie es noch kann, hat sie u.a mit Siegen gegen Petra Kvitova, Sloane Stephens und auch Julia Görges bewiesen. Gegen Kiki Mladenovic konnte sie sogar zweimal gewinnen. Man hat auch das ganze Jahr mit ihr mitgezittert, dass sie die Quali für das nächste Grand Slam Hauptfeld direkt erreicht. Zwischendurch stand sie schon zwischen Baum und Borke und man mußte befürchten, dass sich mit Andrea Petkovic die nächste deutsche Spielerin aus den Top 100 verabschiedet. Mit den 3 Halbfinals in Washington, Kanton und Linz, die sie alle im 2. Halbjahr erreichte und die ihr insgesamt 330 Punkte einbrachten, hat sie ein komfortables Polster für das nächste Halbjahr angesammelt und das wird ihr helfen, konstant unter den Top 100 zu bleiben und die Grand Slams Hauptfelder zu sichern.

Mit jetzt 899 Punkten und Platz 65 konnte sie sich gegenüber dem Vorjahr mit 660 Punkten und Platz 97 deutlich steigern. 28:24 lautet ihre Matchbilanz in diesem Jahr, bei den Majors ist sie mit 4 Siegen und 4 Niederlagen ausgeglichen. In diesem Jahr ist sie wieder die drittbeste deutsche Tennisspielerin und hat sich an Mona Barthel, Tatjana Maria, Carina Witthöft und Laura Siegemund vorbeigeschmugelt. Die 899 Punkte teilen sich wie folgt auf: 280 Punkte bei den Grand Slams, 135 bei den PM s und 484 bei den sonstigen Turnieren. Mit den 280 Punkten bei den Majors liegt sie in dieser Kategorie im gleichen Bereich wie Petra Kvitova  mit 280 Punkten und Aryona Sabalenka nit 270 Punkten. In ihrer Karriere hat sie nun eine Grand Slam Bilanz von 45 - 36 Mit ihrem Platz 64 ist sie jetzt das 6. mal in Folge unter den Top 100 zum Jahresende. Insgesamt ist sie schon 10 mal in 12 Jahren unter den besten 100 Tennisspielerinnen.

Durch ihre vielen Verletzungen kann man bei Andrea Petkovic nicht sicher sein, wie lange sie der Tour noch erhalten bleibt. Momentan scheint sie der Spaß am Profitennis noch nicht verloren zu haben. Trotzdem interessiert sie sich auch zunehmend für die Schriftstellerei. Nach einigen Kolumnen für verschiedene Zeitungen schreibt sie jetzt ein Buch. Ich vermute, dass es sich nicht um eine übliche 08/15 Biographie handeln wird. Auch als Co-Moderatorin hat sie sich in diesem Jahr schon erfogreich probieren dürfen. Sie scheut nicht das öffentliche Auftreten und sie wird sich  auch nach der Tenniskarriere in irgendeiner Form einem größeren Publikum präsentieren. Doch zunächst wünscht man ihr ,dass sie im kommenden Jahr von größeren Verletzungen verschont bleibt und ihre chronischen Beschwerden mit einer guten Physio und viel Training gut in den Griff bekommt und weiterhin viel Spaß auf dem Tennisplatz hat. Für den Deutschen Tennis Bund wäre es nicht schlecht , wenn Andrea Petkovic ihre Karriere noch um das eine oder andere Jahr verlängern könnte. Der Nachwuchs hält sich noch etwas zurück, mit dem Nachrücken.

A propos Nachwuchs. Damit habe ich mich natürlich nicht auf die Familienplanung der Andrea Petkovic bezogen, sondern auf die noch jüngeren Tennisspielerinnen im DTB. Trotzdem darf man dieses Thema bei den ersten 6 - 7 deutschen Tennisspielerinnen nicht aussparen. Sie sind fast alle 30 Jahre oder älter und es könnte bei der einen oder anderen auch einmal der Wunsch entstehen, die Prioritäten im Leben als Frau etwas zu verändern.

tenniskarte
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ö l---- was ist das für ein Zeichen? Sorry, meine Tastatur spinnt. Aber sieht erstmal für meine Einleitung gut aus. Und auch hier habe ich jetzt nicht morgens kurz vor 6 Uhr am Sonntag mir alles durchgelsen, sorry, sorry, sorry.

Aber? Ich kann ja mal son bisschen aus dem Nähkästchen plaudern. Ich lebte 4 Jahre lang mit einer Serbin zuammen Was hat das nun mit Petkovic zu tun? Nichts ! Bis auf das vic am Ende. Und ich stellte mir gestern so die Frage, wer ist denn nun wieder Ivana Jorovic? Also da hätte meiner Meinung nach Frau Petkovic mitmischen können beim 100 K (oh, meine 1 funktioniert wieder auf der Tastatur, aber die habe ich inzwischen auch mit dem Föhn bearbeitet). Also ich sprach grad vom 100 K in Shenzhen (das liegt in China), so rund 8700 Km von Berlin entfernt. Muss ich da eigentlich dann  in der ITF Titel Tab. Zheng Saisai oder Saisai Zheng nach deutscher Rechtschreibung schreiben? Also falls S.Z. oder umgekehrt Z.S. gewinnen sollte? Besser wäre wenn vic gewinnt, d.h. für das Jahr 2019 Petkovic !

 

 

Mat
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Körper ist ganz wichtig, aber sehr wichtig wird auch sein, wie ausgeglichen ist die Psyche, wenn sie Ruhephasen hat. Da hakt's. Aus dem Luxembourg Turnier ist sie sehr gut rausgekommen, aber mit jedem Tag mehr Freizeit wurde ihre Miene finsterer und gipfelte dann in eine blood, sweat and Tears Stimmung im cottage. Ich glaube, schriftstellerisch ist da maximal ein Artikel rausgesprungen . Noch bevorzugt sie dunkle Klamotten, dunkle, sarkastische Schriftsteller. Nicht so ganz günstig für eine Tennis Saison.
Aber Dusan Vemic meint, das wird schon, zumal sie auch psychologische Unterstützung hat und Dusan ein tolles Klima verbreitet.

Mat

BN27
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Was man in der 2. Jahreshälfte gesehen hat, ist dass Andrea von ihrem Vermögen her, auf jeden Fall eine echte Herausforderung auch für Top 20-Spielerinnen ist.
Eine ganz neue Qualität ist inzwischen, dass sie in der Lage ist, ihren Matchplan super fokussiert durchzuziehen und sich - trotz ihres hoch emotionalen Gemüts - nicht mehr wie früher durch Schiedsrichterentscheidungen von der Rolle bringen lässt. Auch ist sie m.E. - ohne das statistisch belegen zu können - eine der gefährlichsten Rückschlägerinnen der WTA; spätestens wenn sie beim zweiten Aufschlag einen Meter ins Feld geht, beginnt bei jedem Gegenüber das große Zittern...

Ich würde tippen, dass im ganzen WTA-Zirkus keine Spielerin sich über ein Los gegen Petko freut Wink
In dieser Rolle ist sie nach wie vor eine echte Bereicherung der Tour und hat damit auch weltweit viele Fans. Hoffentlich kann sie es auf dem Niveau ihrem Vorbild Tommy Haas noch ein paar Jahre nachmachen...