Kerber mit bester Leistung seit Babypause

13.05.2024 - 16:49
Angelique Kerber

Den Einzug ins Viertelfinale beim WTA-Turnier in Rom mag Angelique Kerber am Montag verpasst haben, was sie jedoch in ihrer Partie gegen die Weltranglistenerste Iga Swiatek auf dem Platz zeigte, hatte man von ihr schon lange nicht mehr in dieser Form gesehen. Konnte man ihre drei vorherigen Siege in Rom vielleicht noch mit den doch schwachen Leistungen ihrer Gegnerinnen erklären, muss man trotz der heutigen Niederlagen konstatieren: diese Kerber kann gefährlich werden.

Gegen eine Überfliegerin, wie Swiatek es eine ist, konnte man ein Ergebnis in der Form von 3:6, 1:6 oder ähnliches erwarten, doch Kerber machte von Beginn an deutlich, dass sie keineswegs gewillt war, der Polin das Match auf dem Silbertablett zu servieren. Erst beim Stande von 4:3 gelang es der Favoritin, den Aufschlag ihrer Gegnerin zu durchbrechen, doch diese dachte nicht daran, den Satz vollends herzuschenken. Postwendend erspielte sich die Kielerin drei Breakchancen und sorgte mit der zweiten für das 4:5.

Dennoch sprach in der Folge vieles dafür, dass Swiatek dennoch den Satz nach Hause bringen sollte. Fünf Satzbälle erspielte sich die Favoritin bei 5:4 und Aufschlag ihrer Gegnerin, doch jede einzelne davon machte Kerber zunichte. Auch beim Stande von 6:5 gelang es der Polin, weitere Satzbälle für sich herauszuholen, doch zwei weitere Male wehrte Kerber einen Satzball ihrer Gegnerin ab. Erst mit dem achten Satzball gelang es der Favoritin, den Satz doch noch mit 7:5 für sich zu entscheiden.

Von diesem Rückschlag ließ sich die Deutsche zunächst nicht verunsichern. In einem umkämpften ersten Aufschlagsspiel im zweiten Satz gelang es ihr, den Aufschlag ihrer Gegnerin zu durchbrechen und nach einem erfolgreichen eigenen Service konnte Kerber ihre Führung auf 2:0 ausbauen. Dann aber machte sich der intensive erste Satz, den Kerber hier gezeigt hat, bemerkbar. Die Präzision in den Schlägen ließ langsam nach, zudem blieb Swiatek weiter auf dem Gaspedal.

So war es letztlich wenig verwunderlich, dass die Polin das Match dennoch in zwei Sätzen gewinnen konnte. Durch das 5:7 und 3:6 verpasste Kerber zwar eine Sensation, eine kleine Überraschung war der Matchverlauf dennoch. Bleibt zu hoffen, dass die Kielerin auf dieser Leistung in den nächsten Wochen und insbesondere in Roland Garros aufbauen kann.